Course No.: 848136
Teaching: Andreas Körner & Charlotte Thorn

Das Entwerfen untersucht Porosität und Verwitterung als aktive Gestaltungsfaktoren mit dem Ziel, Architektur als reaktionsfähiges hydrologisches System und vertikale Landschaft innerhalb der städtischen Umgebung neu zu konzipieren.

In Anlehnung an die Schwammstadt, ein Konzept, bei dem Städte Regenwasser aufnehmen und steuern ist es Ziel des Entwurfsprojekts, diese horizontale Logik in eine vertikale Typologie zu übertragen, welche Regenwasser aufnimmt, umleitet und reinigt. In einem solchen Szenario entstehen Architekturen mit variablen Wandstärken, Schichtungen und Zwischenräumen, deren Schnitte stratigrafischen Darstellungen ähneln. Besonderes Augenmerk gilt einer charakteristischen und historisch bedeutsamen Gesteinsklasse im alpinen Raum; den konglomeratischen Gesteinen. Ihre körnige Textur, die variierende Farbigkeit und natürliche Porosität dienen sowohl als materielles Vorbild als auch als konzeptionelle Grundlage. Ob direkt verwendet oder durch rekonstituierte Aggregate nachgebildet, eröffnet ihr lithischer Charakter eine Perspektive, um Fragen von Sedimentation, Bruch und Neuordnung materiell zu verhandeln.

Ort: Die Studierenden entwerfen ein gemischt genutztes Auditorium, eingebettet zwischen den Steinmauern. Innerhalb dieses Rahmens können projektbezogene programmatische Elemente ergänzt werden. Alle Projekte befinden sich oberhalb des Sigmundstor/Neutor in Salzburg (47°47’56.0″N 13°02’23.5″E).

Exkursionen & Vorträge: Im Rahmen des Studios werden zwei Exkursionen nach Salzburg im Herbst und Frühjahr organisiert. Reisekosten werden nicht übernommen. Zusätzlich werden Input-Veranstaltungen in und um Innsbruck angeboten. Eine Vortragsreihe mit Architekt*innen und Forschenden, die für das Studio relevant sind, begleitet den Arbeitsprozess.